Dr. Thomas Walther

Abitur 1976 in Ludwigshafen am Rhein, 1976/1977 Erfahrungen im 15-monatigen Wehrdienst als Panzerfahrer im Panzergrenadierbataillon zu Zeiten des Kalten Krieges im „Zonenrandgebiet-Westdeutschland“ mit Erlangung pazifistischen Verständnisses („Stellen Sie sich vor, es ist Krieg und keiner geht hin“).

7 Semester Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Mannheim 1977-1981 mit anschließender 2-jähriger Referendarzeit am Landgericht Mannheim. 2. juristisches Staatsexamen 1/1984. Kurzzeitige Tätigkeit als Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt am Main. 1984 Eintritt in den Notaranwärterdienst im Bereich der Notarkammer Pfalz. 9/1989 Zulassung als Notar in Landstuhl in der Pfalz. Wechsel als Notar nach Leipzig 6/1991.

Politische Tätigkeiten: 1972 – 1982 bei den Deutschen Jungdemokraten in Rheinland-Pfalz. Mitbegründer und Sprecher der liberalen Schüleraktion in Rheinland-Pfalz 1975/1976. FDP-Mitglied seit 1973 (inaktiv seit der „Wende von 1982“) bis 2011. Eintritt bei der Piratenpartei in 2011, Austritt in 2013. Eingeschriebenes aber inaktives Mitglied bei der Partei „Neue Liberale- Die Sozialliberalen“ seit Gründung 9/2014.

NGO-Beteiligungen: Mitglied bei Amnesty International, Transparency International, Bund der Steuerzahler, Mitbegründer der Stiftung Bürger für Leipzig und 2004-2011 Mitglied des Stiftungsrates.

Politische Grundhaltung und Anliegen:

Nach absolutistischer und diktatorischer Vergangenheit in Deutschland war die Formulierung und Ausbildung der Grundrechte in Verfassungsrang in den Jahren 1948/49 eine bis heute herausragende Errungenschaft, die es zu bewahren und fortzuentwickeln gilt. Die Durchsetzung der individuellen Freiheitsrechte ist ein immer noch andauernder und sehr langwieriger Prozess. Gerade seit der deutschen Wiedervereinigung und auch in Zeiten zunehmender Polarisierung und neuen gesellschaftspolitischen Herausforderungen sind Rückschritte zu verzeichnen, denen entgegengewirkt werden sollte. Frieden, Teilhabemöglichkeit eines jeden Einzelnen an den Errungenschaften der Zivilisation und allgemeiner Wohlstand sind hier unabdingbare Voraussetzungen, ansonsten wird immer wieder die Gefahr totalitärer Entwicklungen entstehen. Die Instrumente der repräsentativen Demokratie mit den bekannten Mängelerscheinungen (fehlende Bürgernähe, Politikerverdrossenheit usw.) sind mit mehr staatlicher Transparenz und direkter Demokratie anzureichern und somit zu verbessern. Transparenz ermöglicht mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, somit mehr Bürgerbeteiligung und dies ist auch die Voraussetzung um mehr direkte Demokratie zu wagen. Nur eine breitere Beteiligung der Bürger am politischen und gesellschaftlichen Leben führt zu allseits anerkannten gesellschaftlichen Lösungen und somit zu mehr Gerechtigkeit. Unverzichtbar ist dabei auch die Achtung von Minderheiten, die Toleranz gegenüber dem Nächsten und die Sicherung eines Pluralismus. Nur dann ist das gedeihliche Miteinander aller Menschen möglich!