Bürgerdebatte Dresden

„Wie wollen wir zusammen leben?“

Die zweite Bürgerdebatte fand am 02. April auf dem Postplatz in Dresden statt. Es wurde angeregt über die Freihandelsabkommen TTIP und CETA diskutiert. Die bevorstehenden Grossdemonstrationen in Hannover am 23. und am 24. April wurden beworben.

Um die Bekanntheit der Bürgerdebatte zu steigern wollen wir noch ein Podium mit prominenter Besetzung organisieren. Bis dahin macht die Bürgerdebatte eine Pause.

 

Die Erste Bürgerdebatte in Dresden hat am 19. März stattgefunden. Der Demokratieexperte Andi Gross diskutierte mit Prof. Patzelt aus Dresden über Demokratie und Menschenrechte:

https://youtu.be/0M_xEk1JlPI

und den Anwesenden:

https://youtu.be/cW0EmLLQEhM

 

Schlüsselsätze waren: "Auch der politische Gegner ist ein Mensch" und "Die Demokratie muss weiterentwickelt werden".

Die ebenfalls eingeladene Referentin Frau Dr. Guérot musste wegen einer Erkrankung absagen.

Für die nächste Bürgerdebatte am 02. April 10:30 auf dem Postplatz schlugen Teilnehmer folgende sechs Themen vor:

 

Kriegsführung in einer Demokratie

Freihandelsabkommen TTIP und Co

Medien

Wahlrecht

Finanzsysteme

Struktur der Veranstaltung

Die Versammlung entschied sich in der abschließenden Abstimmung für das Thema "Freihandelsabkommen TTIP und Co" für die nächste Bürgerdebatte. Sie sind herzlich Eingeladen daran mitzuwirken. Sie können selbst einen max. 4-minütigen Redebeitrag einbringen. Besonders zur Teilnahme anspornen wollen wir Befürworter der Freihandelsabkommen.

 

 

Februar 2016

Liebe Dresdnerinnen und Dresdner,

Sie alle haben sicher viele unterschiedliche Meinungen. Das ist gut so, sonst wäre es schrecklich langweilig. Wer aber hat das bessere  Argument? Das können Sie in der Bürgerdebatte selbst herausfinden. Seien Sie mutig,  sagen Sie Ihre  Meinung. Wettstreiten Sie mit Anderen um die besten Argumente. Wir von Mehr Demokratie e.V. Sachsen laden Sie herzlich ein, bei der Bürgerdebatte mitzumachen. Wir organisieren die Veranstaltung regelmäßig und moderieren sie, aber den Inhalt bestimmen Sie. Das was Ihnen wichtig ist, bringen Sie auf den Tisch. Wenn Sie eine tolle Idee haben, raus damit. Wenn Sie wütend sind, raus damit. Wenn Sie glücklich sind, raus damit. Wenn Ihnen etwas Angst macht, raus damit. Wenn Sie ein Problem benennen wollen, raus damit. Wenn Sie loben wollen, raus damit. Selbstverständlich gehört auch das genaue Zuhören zur Debatte. Greifen Sie die Argumente der anderen Teilnehmer/innen auf.

Auftakt

Zur ersten Bürgerdebatte findet am 19. März ab 10:30 Uhr ein Podium statt.

Unsere Gäste:

Prof. Dr. Werner J. Patzelt (Institut für Politikwissenschaft, TU-Dresden)

Andreas Gross (ehem. Mitglied des Europarats, Schweizer Demokratieexperte)

Dr. Ulrike Guérot (Direktorin des "European Democracy Lab")

Veranstaltungsort: Dresden, Dr. Külz-Ring vor der Altmarkt-Galerie

Die erste Bürgerdebatte ausschließlich mit Bürgerbeiträgen findet am 2. April von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr in Dresden auf dem Postplatz statt. Ab 10 Uhr können an diesem Tag Redebeiträge vor Ort beim Moderator angemeldet werden. 

Wie sage ich meine Meinung, aber richtig?

  1. Immer respektvoll, keine Beleidigung oder Diskriminierung, beachten
    Sie die Grundrechte, die Moderation wird peinlich genau darauf
    achten und im Zweifel für die Grundrechte entscheiden.

  2. Die Redezeit ist begrenzt. Überlegen Sie sich vorher was Ihre Kernaussage
    ist, können Sie diese kurz und klar benennen, kann Ihr Argument im
    Wettstreit besser überzeugen. Sie verantworten Ihren Beitrag selbst.

  3. Sachlich – keine Pauschalisierungen, keine Polemik, möglichst
    konkret, nennen Sie Ihre Informationsquelle.

  4. Wenn Sie Ihr Gefühl mitteilen wollen, sagen Sie das,
    z.B.: „Ich habe das Gefühl, dass…“

  5. Bitte lassen Sie die Vortragenden ausreden bevor Sie „buuh“ rufen
    oder applaudieren. Natürlich erwarten wir von allen Teilnehmenden
    der Versammlung die Beachtung der Grundrechte.

  6. Hinweise für die Versammlung: keine Waffen, keine Transparente,
    keine Fahnen, kein Alkohol, keine Glasflaschen.

Das Recht gilt für alle Menschen in Deutschland gleich. Unsere wichtigsten Rechte sind die Grundrechte. Diese zu schützen ist nicht nur die Aufgabe der Polizei, sondern insbesondere die Aufgabe einer jeden deutschen Staatsbürgerin und eines jeden deutschen Staatsbürgers. In der Familie, in der Schule, auf der Straße oder beim Fußball, immer wenn Grundrechte in Gefahr sind gilt es sich mutig für ihre Einhaltung einzusetzen. Wir tragen alle täglich Verantwortung für unsere Demokratie. Ohne Grundrechte keine Demokratie. Ohne Demokratie keine Freiheit.

Sich mit Worten zu streiten ist Demokratie.  Hierzu ein Auszug aus der Tageswoche (CH) vom 03.12.15 von Andreas Gross: „Marquis de Condorcet, der Erfinder der Volksinitiative: «Die Republik hat aktive und sich persönlich engagierende Bürger zur Voraussetzung.» Condorcet ging es mit dem Initiativrecht nicht um die individuelle Selbstbestimmung, sondern um die Ge-währleistung eines diskursiven Raumes, welcher die Voraussetzung für zwei Leistungen schuf, die bis heute mehr als aktuelle Ansprüche sind: Einerseits sollten die Repräsentanten wissen, wen sie wie zu vertreten haben, und andererseits sollte so das Vernunftpotenzial der Bürger freigelegt und deren aufgeklärte Urteilsfähigkeit ermöglicht werden…“

Ziel der Bürgerdebatte ist eine differenzierte Verständigung der Menschen in unserer Stadt, aber auch das gemeinsame Herausarbeiten von konkreten Vorschlägen an die Politik. 

Die zentrale Frage: „Wie wollen wir zusammen leben?“

Download: Flyer 1 (PDF)

Download: Flyer 2 (PDF)