Bürgerbeteiligung oder Stammtischdemokratie? Bürgerräte & Co. auf dem Prüfstand.

05.05.2022 19:00 - 20:30

VHS Hoyerswerda
Lausitzer Platz 4
02977 Hoyerswerda

„Mehr direkte Demokratie wagen!“ – Diesen eindringlichen Wunsch hört man in Talkshows, auf Demonstrationen und am Familientisch. Bürgerbegehren, Referenden, Bürgerhaushalte oder gar die Direktwahl des Regierungschefs - die Palette der geforderten direktdemokratischen Instrumente ist vielfältig. Immer häufiger vernimmt man auch den Ruf nach der Einrichtung von Bürgerräten, in denen zufällig aus der Bevölkerung ausgeloste Menschen zusammenkommen, um über Lösungen für politische Probleme zu beraten.

Doch was ist wirklich dran an Bürgerräten und Co.? Welche verschiedenen Instrumente direkter Demokratie gibt es eigentlich - und welche von ihnen bieten tatsächlich Lösungen für die Probleme der repräsentativen Demokratie? Ist die Skepsis derer vielleicht sogar berechtigt, die in mehr direkter Bürgerbeteiligung eine populistische Bedrohung rationaler Politik wittern? Oder steckt dahinter nur eine Abwehrhaltung der Mächtigen dagegen, sich mit den Wünschen der Regierten auch zwischen den Wahlen ernsthaft auseinandersetzen zu müssen?

Zu solchen Fragen wollen der Politikwissenschaftler Christoph Meißelbach und der Kommunikationspsychologe Jörg Heidig mit Ihnen ins Gespräch kommen. Dr. Meißelbach geht der Frage nach, welche Potentiale und Probleme in Bürgerräten und anderen Formen der direkten Bürgerbeteiligung stecken, und Dr. Heidig zeichnet ein aktuelles Meinungsbild der sächsischen Bevölkerung zum Thema direkte Demokratie. Vor diesem Hintergrund lässt sich dann gemeinsam über Sinn und Unsinn repräsentativer sowie direktdemokratischer Verfahren diskutieren - und zwar „kontrovers vor Ort“.

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Veranstalter: Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung / VHS Hoyerswerda