Dr. Matthias Karwath

Geboren 1954 in Leipzig, verheiratet, ein Kind, wohnhaft in Tharandt/OT Pohrsdorf.

Die Berufsausbildung absolvierte er durch ein Studium an der Universität Leipzig mit dem Abschluss als Diplomagraringenieur. An gleicher Einrichtung schloss sich ein Forschungsstudium mit Promotionsverfahren auf dem Fachgebiet der Tierzucht an sowie bis 1985 die Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent mit Aufgaben in Forschung und Lehre.

Seiner beruflichen Spezialisierung folgend wechselte er 1986 in die Pferdezuchtdirektion – Süd Moritzburg und war bis zum Eintritt in den Altersruhestand Ende 2019 als staatlicher Zuchtleiter für die Tierart Pferd im Freistaat Sachsen tätig. Mit dieser Funktion gekoppelt war seit 1992 die Wahrnehmung staatlicher Hoheitsaufgaben in der Anstellung als Referent für Pferdezucht und –haltung in der Abteilung Landwirtschaft, Referat Tierzucht beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

Im Rahmen eines Lehrauftrages an der Hochschule Anhalt in Bernburg engagiert er sich seit 2009 zudem bis heute bei der fachlichen Ausbildung des berufsständigen Nachwuchses für die Landwirtschaft.

Während der Zeit seiner Erwerbstätigkeit konzentrierte sich sein gesellschaftliches Engagement nahezu ausschließlich auf sein berufliches Umfeld, d.h. auf die Unterstützung der Vereins- und Verbandsarbeit im Landespferdezuchtverband sowie auf Maßnahmen und Projekte zur Entwicklung und Förderung von Pferdezucht und Pferdesport in Sachsen.

Seit 2020 ist er Mitglied bei Mehr Demokratie e.V. und gehört der Regionalgruppe Dresden an.

Sein Entschluss hier mitzuarbeiten resultiert aus der Überzeugung, dass Demokratie als Modell für gesellschaftliches Zusammenleben und als Regierungsform keine gegebene Selbstverständlichkeit darstellt. Demokratie muss immer wieder neu gelebt und verteidigt werden. Vor dem Hintergrund der riesigen Herausforderungen unserer Zeit geben die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zu erkennen, wie fragil das hohe Gut der Demokratie und der gesellschaftliche Zusammenhalt sein können. Die Bürger sieht Matthias in der Verantwortung für Kinder und Enkel, die Demokratie zu schützen und diese im Interesse ihres Fortbestandes weiterzuentwickeln. Der zunehmend anzutreffenden Parteien- und Politikverdrossenheit, der Wahlverweigerung, der Resignation und den teilweisen Radikalisierungstendenzen in der Gesellschaft gelte es konstruktiv und problemorientiert entgegenzutreten und Lösungswege aufzuzeigen. Es sollte uns gelingen, die Bürger wieder stärker am gesellschaftlichen Diskurs zu beteiligen. Dazu brauche es eine Aktivierung bereits gegebener Formate und auch neue Instrumente, die einerseits ein Mehr an Bürgerbeteiligung möglich machen und andererseits von den Bürgern zugleich auch mehr Eigenengagement einfordern.